Farner blickt durch.

Neue moderne Mobilitätsformen

Mein Leserbrief zur Abstimmung vom 24. September: Gegenvorschlag zur Anti-Stauinitiative

Wir stehen vor Veränderungen im Bereich der Mobilität. Die modernen Mobilitätsformen werden aber nicht zu einer geringeren Bedeutung des MIV führen, im Gegenteil, es wird Durchmischungen von ÖV und MIV geben. Selbstfahrende Fahrzeuge, Autos wie Busse, können wohl eine effizientere Nutzung der Strasse ermöglichen. Die Kapazitäten der Strasse sind jedoch vorwiegend durch Verkehrsknoten begrenzt, diese erfahren auch durch autonomes Fahren keine wesentliche Erhöhung. Die neuen Verkehrsmittel ermöglichen auch, zusammen mit der Digitalisierung, einem zusätzlichen Teil der Bevölkerung den Zugang zur individuellen Mobilität. Die Strasse als Verkehrsträger wird also weiter an Bedeutung gewinnen.

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Diesem Aspekt soll mit dem Gegenvorschlag zur Anti- Stauinitiative, durch einen gleichwertigen Eintrag in der Verfassung analog zum ÖV, Rechnung getragen werden. Ein JA zum Gegenvorschlag wird die Strasse als Verkehrsträger in der Mobilitätsplanung wieder stärker gewichten, als Infrastruktur mit grosser öffentlicher Bedeutung. Neue Infrastrukturbauten im Strassenbereich sollen in den Interessenabwägungen wieder mehr Gewicht erhalten, die Regierung wird in ihrem Vorhaben gestärkt diese Bauten zügig voranzutreiben.

Für den Wirtschaftsstandort Zürich ist eine zeitgemässe, leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur, sowohl im Schienennetz wie bei den Strassen, unverzichtbar. Zu hoch sind die Kosten welche die tagtäglichen Staus bereits heute verursachen. Ein Ja zum Gegenvorschlag wird dazu beitragen, neben dem Ausbau im ÖV, auch eine zukunftsgerichtete, bedarfsgerechte Strasseninfrastruktur zu schaffen.

 

 


11.09.2017 | Kategorie: Leserbriefe , Verkehr, Infrastruktur 


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