Farner blickt durch.

Stärkere Einbindung

Zeitungsartikel im Zürcher Unterländer

TIEFENLAGER: Drei Kantonsräte wollen sicherstellen, dass sich die betroffenen Gemeinden bei der Standortwahl des Tiefenlagers ausreichend einbringen können.

Die Kantonsräte Martin Farner (FDP), Konrad Langhart (SVP) und Ann Barbara Franzen (FDP) haben beim Regierungsrat eine Anfrage eingereicht. Grund ist die Standortwahl des Tiefenlagers für radioaktive Abfälle, die bald in die entscheidende Phase geht. In Etappe drei soll nämlich der definitive Standort bestimmt werden. Die Kantonsräte wollen, dass die betroffenen Gemeinden ausreichend in das Auswahlverfahren miteinbezogen werden. Ausserdem wollen sie vom Regierungsrat wissen, wie man dem angekündigten Druck aus Deutschland begegnen soll.

Das Bundesamt für Energie organisierte am 10. Januar eine Informationsveranstaltung in Hohentengen (D) zum Thema Tiefenlager. Die deutschen Gemeinden und Landkreise forderten dort eine Beteiligung auf Augenhöhe. Das heisst: Gemeinden ennet der Landesgrenze sollen im Sachplanverfahren gleich behandelt werden wie die Gemeinden in der Schweiz. Ihre Forderung: Die Standorte für das Tiefenlager seien weiter weg von der Grenze anzusiedeln. Ein Begehren, das nicht neu ist. «Das widerspricht dem Gebot, dass Sicherheit das ausschlaggebende Kriterium sein soll», heisst es in der Anfrage. Weiter sind die Kantonsräte der Meinung, dass die Bürger an den Informationsveranstaltungen mit Fachausdrücken «vollgestopft» werden. «Die Kantone und betroffenen Gemeinden waren Empfänger und nicht Sender der Botschaften.» Ein Dialog mit der lokalen Bevölkerung könne so kaum stattfinden.


19.01.2018 | Kategorie: Energie, Umwelt , Vorstösse , Medien - Print 


Kommentare zu diesem Beitrag


Kommentare
Keine Kommentare. Verfassen Sie den ersten Kommentar
 Security code