Farner blickt durch.

Verkehrsinfrastrukturen fit für die Zukunft machen

Die Bevölkerung in der Schweiz wächst ununterbrochen und mit ihr auch die Nachfrage nach einem gut ausgebauten Schienennetz und staufreien Strassen. Ich setze mich daher dafür ein, dass die Verkehrsinfrastrukturen für die Zukunft fit gemacht werden – zum Beispiel mit einem Sanierungstunnel am Gotthard. Zudem kämpfe ich dafür, dass bei allen Verkehrsträgern die Kostenwahrheit nach dem Verursacherprinzip konsequent umgesetzt wird. Die Milchkuhinitiative ist dazu ein Schritt in die richtige Richtung.

In der heutigen Zeit müssen Arbeitskräfte mobil sein. Mehr als 70 Prozent der Erwerbstätigen pendeln täglich zu ihrem Arbeitsplatz ausserhalb ihres Wohnorts. Dieses «interkommunale» Pendeln hat in den letzten 20 Jahren deutlich zugenommen. Etwas mehr als die Hälfte der Pendler steigt für den Weg zur Arbeit ins Auto, 30 Prozent benutzen den öffentlichen Verkehr und 16 Prozent nehmen das Velo oder gehen zu Fuss. Dieses Pendlerverhalten  setzt ein gut ausgebautes Schienen- und Strassennetz voraus – sonst werden Engpässe immer mehr zur Tagesordnung. Dies ist nicht nur für die Pendler, sondern vor allem auch für die Unternehmen inakzeptabel. Denn ein schneller und reibungsloser Transport von Gütern ist für sie entscheidend.

Miteindander statt gegeneinander

Beim Ausbau der Verkehrsinfrastrukturen den öffentlichen gegen den privaten Verkehr auszuspielen, bringt nichts. Um die heutigen und zukünftigen Mobilitätsbedürfnisse der Bevölkerung und der Unternehmen befriedigen zu können, braucht es alle Verkehrsträger. Verkehrsinfrastrukturen sollen jedoch so ausgebaut werden, dass sie einer weiteren Zersiedelung keinen Vorschub leisten. Ausbauen alleine wird aber nicht genügen. Um die Belastung von Schiene, Strasse und Luft gleichmässiger zu verteilen, braucht es zwingend flexiblere Arbeitszeitmodelle. Finanzieren sollen sich die einzelnen Verkehrsträger in Zukunft aus der eigenen Tasche – ohne Quersubventionen. Deshalb setze ich mich für ein JA zur Milchkuh-Initiative ein, welche fordert, dass  die Einnahmen aus dem Strassenverkehr konsequent in die Strasseninfrastruktur investiert werden.

Nordumfahrung Zürich bringt Entlastung

Die täglichen Staus von durchschnittlich neun Stunden auf der Nordumfahrung Zürich behindern nicht nur den Verkehrsfluss, sondern kosten die Wirtschaft täglich Tausende von Franken. Umso erfreulicher ist es zu hören, dass der Baubeginn der dritten Röhre auf 2016 vorgesehen ist.  Diese wird ab 2020 die lang ersehnte Entlastung auf der Nordumfahrung bringen.

Ein Sanierungstunnel am Gotthard ist die richtige Lösung

Bundesrat und Parlament haben beschlossen, zur Sanierung des Gotthard-Strassentunnels einen Sanierungstunnel zu bauen. Dagegen wurde das Referendum ergriffen, weshalb wir im Februar 2016 über den Bau des Sanierungstunnels abstimmen werden. Aus meiner Sicht, ist dieser zwingend! Würde nämlich die von den Gegnern geforderte Verladelösung umgesetzt, würde das Tessin während über 300 Tagen vom Rest der Schweiz abgekoppelt. Dies wäre nicht nur für die Tessiner Bevölkerung untragbar, auch der Warenfluss von vielen Schweizer Kantonen Richtung Süden würde ausgebremst – mit fatalen Folgen für die Wirtschaft. Ein Sanierungstunnel am Gotthard wird die Kapazität der Strasse nicht erhöhen, dazu müsste die Verfassung geändert werden. Er ist aber Garant für eine massiv höhere Sicherheit, da der Verkehr künftig richtungsgetrennt durch zwei Röhren geführt werden kann.


28.09.2015 | Kategorie: Verkehr, Infrastruktur 


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