Farner blickt durch.

Tiefenlager – weshalb gerade hier?

Die Nagra will die möglichen Standorte eines Tiefenlagers auf das Weinland und den Bözberg beschränken. Die Betroffenheit im Weinland ist gross. Die FDP steht diesen Plänen kritisch gegenüber und fordert eine gewissenhafte und genaue Prüfung der Nagra-Vorschläge.

Die Nagra will die möglichen Standorte eines Tiefenlagers auf das Weinland und den Bözberg beschränken. Die Betroffenheit im Weinland ist gross. Die radikale Einengung hat auch uns total überrascht. Die FDP und ich stehen diesen Plänen kritisch gegenüber. Wir fordern eine gewissenhafte und genaue Prüfung der Nagra-Vorschläge durch die Aufsichtsbehörden des Bundes und durch den Kanton Zürich.

Am Mittwoch erhielt die Nagra die Gelegenheit, sich zu den Vorschlägen zu äussern. Markus Fritschi, Mitglied der Nagra-Geschäftsleitung, und Armin Murer, Leiter Öffentlichkeitsarbeiten, stellten sich unseren Fragen. Sie zeigten transparent und verständlich auf, wie es zu den Vorschlägen kam und wie es in den vorgeschlagenen Regionen weitergeht. Die Durchführung der sozioökonomischen Wirkungsstudien liegt in der Verantwortung des Bundesamts für Energie. Gegenwärtig ist überhaupt noch nicht klar, welches die raumplanerischen, volkswirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen auf unsere Region sein werden. Dies muss unbedingt geklärt werden, damit wir im Weinland weitere Schritte planen können.

Niemand will ein Tiefenlager direkt vor seiner Haustüre – auch wir Weinländer nicht. Tatsache ist: Die radioaktiven Abfälle existieren und müssen in der Schweiz entsorgt werden. Die Tiefenlager müssen am sichersten Standort realisiert werden. Die FDP und ich fordern eine stärkere Mitsprache der betroffenen Gemeinden und in der nächsten Etappe Verhandlungen über Kompensationsmassnahmen und Abgeltungen für die betroffenen Regionen.

Lesen Sie dazu auch den Bericht im Landbote vom 6.3.15 «Die FDP widersteht der Verlockung – weitgehend».

Und was denken Sie dazu? – Ich freue mich auf die Diskussion mit Ihnen!


05.03.2015 | Kategorie: Energie, Umwelt 


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