Farner blickt durch.

Am 12. Februar 3 x Ja

Mein Beitrag im Forum der Andelfinger Zeitung zur nationalen Abstimmung vom 12. Februar. Darüber stimmen wir ab: Unternehmensteuerreform III, Schaffung eines Nationalstrassenfonds, erleichterte Einbürgerung von Personen der dritten Generation.

Die Abstimmungen am 12. Februar haben es in sich. Gesellschafts-, Wirtschafts- und Steuerpolitische Fragen stehen an. Wer soll wie und wann den Schweizer Pass bekommen, wie sollen künftig Unterhalt und Ausbau der Strasseninfrastruktur finanziert werden und wie sollen Unternehmen in der Zukunft besteuert werden? Am Heftigsten wird in den redaktionellen Spalten und den Social Media die Unternehmenssteuerreform nachgerade gestritten. 

 

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Die Unternehmenssteuerreform ist ein komplexes Paket, die Überlegungen dazu sind eher grundsätzlicher Natur. Wettbewerbsfähigkeit ist für Standorte ebenso wichtig wie für Unternehmen. Wer mit seinen Konkurrenten nicht mithalten kann, verliert Aufträge und Kunden. Das gilt auch für Volkswirtschaften. Nur wenn sie steuerlich attraktiv sind, einen flexiblen Arbeitsmarkt und gut ausgebildete Arbeitskräfte sowie eine funktionierende Infrastruktur aufweisen, bleiben Unternehmen hier und neue kommen. Das erhält und schafft Arbeitsplätze. Bei der Umsetzung in den Kantonen werden den Finger drauf halten müssen, dass sich Unternehmenssteuerreform III ist ein Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft für die Schweiz. Mit dem Ja zur Steuerreform bleibt die Schweiz weiterhin ein attraktiver Standort für kleine und grosse Unternehmen.

Die Schweiz hat eine hervorragende Bahninfrastruktur, etwas weniger rosig sieht es mit dem Nationalstrassennetz aus. Die täglichen Staumeldungen sprechen eine deutliche Sprache. Mit einem Fonds analog zur Finanzierung der Bahninfrastruktur (FABI) soll ein Nationalstrassenfonds (NAF) eingerichtet werden, der eine nachhaltige Finanzierung der Strasseninfrastruktur ermöglicht. Damit entsteht ein effizientes Verkehrsnetz in der Schweiz, in welchem sich Bahn und Strasse optimal ergänzen. In unserem Kanton kann mit dem NAF die neue Glattal-Autobahn finanziert werden.  Neben den Nationalstrassen sollen auch wichtige Agglomerationsprojekte für Bus, Tram und den Langsamverkehr in den Genuss von Fondsgeldern kommen. Geäufnet wird der Fonds durch die Mineralölsteuerzuschlag und die Autobahnvignette sowie über eine Erhöhung der Abgaben auf Treibstoffen, womit der motorisierte Individualverkehr für seine Infrastruktur aufkommt.

Unsere Kinder gehen mit den Enkelinnen und Enkeln von Menschen aus dem Ausland, die in den 60er und 70er Jahren mitgeholfen haben, unser Land aufzubauen und zu einer der reichsten Nationen zu machen, zur Schule und in die Lehre. Man sieht diesen jungen Menschen, die hier geboren nicht an, welchen Pass sie haben. Schweizweit sollen die Bedingungen und Verfahren bei der Einbürgerung von Personen, die bereits in der dritten Generation in der Schweiz leben, harmonisiert werden. Ein Automatismus besteht nicht.  Wer noch nicht 25jährig ist und nachweisen kann, dass sie sich unter anderem an unsere Rechtsordnung halten und unsere Grundwerte respektieren, soll in den Genuss einer erleichterten Einbürgerung kommen. Insgesamt handelt es sich gegenwärtig um rund 25‘000 Personen, welche dies in Anspruch nehmen könnten.


12.02.2017 | Kategorie: Finanzen , Verkehr, Infrastruktur , Medien - Print 


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