Farner blickt durch.

Mehrwertabschöpfung

Mein Beitrag im Wohneigentümer des HEV Region Winterthur

Bis zum 30.April 2019 müssen die Kantone einen Mehrwertausgleich im kantonalen Recht einführen. Dieser muss zwingend bei Einzonungen gefordert werden. Die Höhe der Abgabe beträgt mindestens 20%. Der Kanton Zürich hat keine Baulandeinzonungen vorgesehen, weil noch ausreichend Bauland für die nächsten 15-20 Jahre zur Verfügung stehe. Gleichzeitig hat der Kantonsrat im Richtplan festgelegt, dass in Stadtlandschaften und urbanen Wohnlandschaften verdichtet werden soll. Es erstaunt, dass der Regierungsrat auch bei Aufzonungen und Umzonungen in Gebiete mit höherer Ausnutzung ebenfalls eine Mehrwertabgabe vorsieht, welche im Bundesgesetz NICHT vorgesehen ist.Auf diese Weise wird bestraft, wer in den städtischen Regionen verdichten will. Absurd! Zudem übertreibt es der Gesetzesentwurf mit der  Bürokratie. Nicht nur soll sinnvollerweise ein kantonaler Ausgleichsfonds geschaffen werden, auch Gemeinden sollen solche vorsehen. Wenn alle Gemeinden ihre Bauordnungen mit einem Mehrwertausgleichen versehen, entstünden mehr als 160 kommunale Ausgleichsfonds mit entsprechenden Reglementen und Fondsverwaltungen! Zudem sind die Höhe der Mehrwertabgaben sowie Inhalte städtebaulicher Verträge im Grundbuch einzutragen, ganz abgesehen von Meldepflichten der Gemeinden an den Kanton. Der Kantonsrat hat einiges an dieser Vorlage zu korrigieren, um die Widersprüche zu übergeordneten Zielen der Raumplanung zu beseitigen. 


10.04.2018 | Kategorie: Eigentum , Medien - Print 


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